Wir machen mal nen Sonderheft

So oder so ähnlich wird es in den Redaktionen Deutschlands öfter mal heißen.
Und ich hab es auch wieder getan und hab mir so ein Heft am Kiosk gekauft.

Und siehe da, es war alles drin was ich erwartet habe. Im konkreten Fall das neue Spiegel Geschichte.
Ein schönes Sonderheft über die Staufer. Mal wieder etwas über ” Die Burg”, “den Ritter”, “Die Stadt am Beispiel Lübecks”, Barbarossa etc etc etc. Also all die lieben alten Bekannten die man wirklich in jedem verdammten Heft zum Thema finden kann. Und natürlich auch die üblichen Bilder aus den Handschriften, Burgen und Stadtansichten. Ich frage mich echt warum ich nicht Journalist geworden bin ? Einmal kurz Wikipedia auf und eventuell, wenn ich mir richtig Mühe machen möchte, schnell noch ein Buch zum Thema und die Artikel in Tasten gehämmert. Im Grunde würde es aber auch schon reichen einfach bei den Kollegen mal abzuschreiben. Was wohl auch getan wird, wden auch in diesem Heft tauchen die üblichen wilden Clichees, Fehler udn Ungenauigkeiten auf, die man auch in jedem Heft finden kann.
das einzige worin sich die Zeitschriften unterscheiden ist der Grad des unsinns der erzählt wird, sowie Layout und Bilder. Ich persönlich werde werde mir keines dieser Hefte mehr kaufen, denn langsam fehlt mir die Phantasie, warum ich für einen verlängerten Wikipediaartikel Geld bezahlen soll.

Mittelalter Live die 2te

Auf Grund lebhafter Diskussionen und divergirender Meinungen habe ich den eigentlichen Artikel unter Passwort gesetzt.

Ich werde noch einmal in mich gehen, ob meine Kritik wirklich so destruktiv und schlecht war wie mir vorgeworfen wurde.

Nein ich kneife nicht den Schwanz ein, aber da ich einige der handelnden Personen gut kenne denke ich, daß es nur von Vorteil sein kann,
unterschiedlichen Meinungen nicht über dieses Medium auszutauschen.

Letzte Änderung: Ach drauf geschissen. Diskussionen sind der Dünger von Ergebnissen.

Aquamanile

Im Shop zu verkaufen habe ich eine Aquamanile und ich wurde gebeten zwei oder drei Zeilen zur Aquamanile zu schreiben.
Eine Aquamanile ist ein Gefäß zur Waschung der Hände.Logisch bei “manus” Hand udd “Aqua” Wasser. Diese Gefäße kommen wahrscheinlich aus de islamischen Bereich, entweder aus dem Nahen Osten, oder aus den islamisch besetzten Teilen Spaniens. Eine genauer Verbreitungsweg ist nicht bekannt. Erste Aquamanilen in Europa finden sich im 11 Jahrhundert, bei denen es sich, wie bei den islamischen Aquamanilen um Vögelfiguren handelt. Die Aquamanile diente in Europa zuerst liturgischen Zwecken, z.B wenn sich der Priester vor den Sakramneten die Hände Wusch. Zu jeder Aquamanile gehört auch eine Schale um das Wasser aufzufangen, aber meines Wissens gibt es kein Pärchen aus Aquamanile und Schale, daß sich eindeutig einander zuordenen läßt. Ab dem Hochmittelalter gehörten Aquamanilen auch zur ritterichen Tafel und dienten dort dem profanen Zweck, sich vor oder während des Essens die Hände waschen zu können. In der Formgebung dieser Zeit dominieren Löwen und Reiterfiguren. In das späte 13 Jahrhundert fällt auch die Mode, die herrschaftliche Tafel insofern zu kopieren, das Aquamanilen aus Keramik benutzt werden. Die Formen sind hier jedoch einfacher und Tierfiguren dominieren.
Im Spätmittelalter kommen Scenen aus der Mythologie oder allegroische Scenen hinzu, wie kämpfe mit Drachen oder die von mir eingestellte Aquamanile mit der Geschichte von Aristoteles und Phyllis.

Im konkreten Fall besagt die Geschichte, daß Aristoteles seinen Schüler Alexander den Großen vor der Gefährlichkeit der Frauen gewarnt hat. Alexander schenkte daraufhin seiner geliebten Phyllis weniger Aufmerksamkeit und die beleidigte Phyllis setze alles daran, den alternden Aristoteles um den Finger zu wickeln. Sie hatte so großen Erfolg, daß Aristoteles es zuließ, das sie ihm Zaumzeug anlegte und sich von Ihm wie ein Pferd druch die Gegend tragen ließ. Alexander beobachtete dieses unwürdige Schauspiel und war sich sofort bewußt, das sein Lehrer mit der Warnung recht hatte. Wie schön das alte Weisheiten auch heute noch gültig sind. Die Aquamanile spielt also auf diese legende an und warnt, wohl eher auf humorvolle Weise auf die Gefahr hin, die einem Mann von Frauen droht.
Das Original dieser Aquamanile ist im MET in Nex York zu sehen. Ihre Entstehungzeit liegt irgendwo zwischen 1360-1400 und wurde in den südlichen Niederlassen gegossen.

Wie die meisten Aquamanilen ist auch diese aus Bronze.
Objekte aus Silber oder gar Gold sind extrem seltene Einzelstücke.

Gegossen wird eine Aquamanile in der Technik des verlorenen Modells. Zuerst wird ein Wachsmodell des Objektes erstellt und mit Einguss Und Lüftungslöchern versehen. Um dieses Wachsmodell kommt die eigentlich Gussform. Das Wachs wird als förmlich ausgeschmolzen. Nach dem Guss sind beide formen zerstört, so daß jedes Teil ein Unikat ist. Nach dem Guss müssen die Giesreste und Schlacke entfernt werden udn die Bronze muss poliert werde.

Soviel in aller Kürze.

Weitere Informationen und viele Bilder bekommt Ihr in diesen Büchern.

Gute Idee

Ich bekam die Anregung, zu den Artikeln in meinem Shop jeweils einen kurzen Artikel zu schreiben.

Über Herkunft, wie wird es gemacht etc pp.

Soll ich zu den Teilen im Shop jeweils einen kleinen Artikel schreiben ?

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Osamas Koch

Der Spiegel berichtet heute, daß Bin Ladens Koch, Buchhalter und Fahrer zu einer Haftstrafe in unbekanter Höhe verurteilt wurde.

Wahrscheinlich hat die Urteilsverkündung und Begründung in der besten Demokratie der Welt ungefähr so ausgesehen:

Wegen böswilligen versalzens von Humus, dem anbrennen von Kebak, wegen fahrens ohne funktionstüchtigen Fahrtrichtungsanzeiger, permanenten übertretens der Geschwindigkeit auf dem Eselspfad 238,wegen schlammpiger Bestandsaufnahme von Ak 47 Munition und 2 fehlender Pakol in der Bestandsliste. Verurteile ich Sie zu einer Freiheitsstrafe in unbekannter Höhe. Das genaue Strafmass für diese widerlichen Verbrechen gegen das amerikanische Volk, wird beim jährlichen Betriebsfest der Spezialisten für innovative Verhörmethoden, im BurgerKing Langley festgesetzt.

Hammer Schlag die Verhandlung ist geschlossen.

Mittelalter Live

Am 31.07 und 01.08 sowie am 08.08 und 09.08 fand auf Schloss Burg an der Wupper die Veranstaltung “Mittellater live” statt.

Für die die es noch nicht kennen Schloß Burg ist eine, nennen wir es mal ruhig Burg, in Solingen im bergischen Land. Bekannt wohl am ehesten als einer der Stammsitze der Grafen vor Berg. Man denke z.B. an den Aufruhr 1225 in Herne. Allerdings ist von der ehemaligen Burg nicht wirklich viel über. Jetzt ist es eine historisierende Scheußlichkeit, aber gerade wegen der vielen Winkelchen und Türmchen der ideale Ort mit seiner Gothic Freundin Händchen zu halten oder Ritter zu spielen. Legendär schlecht ist auch das Museum.

Zum einen haben die Angestellten den typischen bergischen Charme
(Außer der Toilettenfrau. Die WC´s waren an beiden Wochenende blitzblank und für meinen Kleinen gab es was Süßes und ein Ritterfigürchen. Also die Dame ist eine echte Perle und ich ziehe meinen Hut ). Ein wilder Stilmix aus allen Zeiten fast ohne Beschriftungen. Meine Lieblingsstücke sind das Mytholon Kettenhemd und der falsch restaurierte Bolzen ( die Flights wurden verkehrt herum angebracht ) .
Und was zum Geier hat eine riesige Modeleisenbahn in einer Burg zu suchen ? Na egal, Sie werden es wissen. Was man auf jeden Fall mal gemacht haben sollte, ist in den Gaststätten rund um die Burg mal Bergische Waffeln oder Kaffeetafel zu probieren. Natürlich sind die Hälfte der Dinger schlichte Touristenfallen, aber die anderen haben gute Küche zu moderaten Preisen und gute Aussicht gibt es gratis.

Kommen wir aber nun zum Mittelalter Live. Ich war an beiden Wochenende da und hab mir das Treiben so angesehen und siehe da, es ist genau das passiert was ich erwartet habe. Das Line Up der Gruppen war gut und obwohl sicherlich das eine oder moderne Stück oder nicht so dolle Teile der Ausrüstung zu sehen waren, war es für eine Veranstatung dieser Art doch ordentlich was eingeladen wurde und gekommen ist. Und was hat man draus gemacht ? Nix !

An beiden Wochenenden war es nicht wirklich gut besucht, was wohl auch daran lag, das die Veranstaltung rudimentär mit Plakaten in der näheren Umgebung beworben wurde. Es gab keine Tafeln zu diversen Vorführungen nix. Die beiden Wochenden sollten unterschiedlichen Zeiten gewidmet sein. Nur gab es bis auf ein laminiertes DIN A4 Blatt keine Informationen für den Besucher, wer zu welcher Zeit passt, was wann und warum geschieht. Für den Besucher ohne Vorbildung, war das ganze nichts weiter als ein eher langweiliger und kleiner Mittelaltermarkt. Woran lag es ? An eben jenen Umstand, daß es wohl kleinere Probleme in der Organisation gab. Logischerweise vermischten sich die Akteure untereinander, was nicht unbedingt den Eindruck unterschiedlicher Zeiten förderte, der Kochplatz war gut besucht und rummelig, was logisch ist , wenn man für 30-40 Leute kochen will, aber auch hier war nix was dem Publikum präsentiert wurde. Im Gegenteil, die Damen an dem Gewürztischchen waren eher maulfaul. Treiben und Handwerk überall, auch freundliche Erklärungen an interessierte Besucher. Aber ein Konzept ist es nicht, 10 oder 15 Leute köcheln zu lassen und vereinzelte Erklärbären aufzustellen.

Was war es also ? Im Grunde wirkte es für mich wie ein sehr nettes Handarbeitstreffen und “Meet my friends” der Spätmittelalterscene. Ich hab mich auch gefreut den einen oder anderen mal wieder zu sehen und ein paar warme Worte zu verlieren, aber als normaler Besucher, oder weiter gereister Teilnehmer hätte kein gutes Fazit getroffen.

Abre nun ja, das gibt mir die Gelegenheit mal in einem späteren Artikel darüber nachzudenken, wer das organisieren muss oder sollte. Der Veranstalter, oder die Gruppen ?

Was ist schon die Ewigkeit

gegen die Lieferzeiten eines Bronzegießers. Aber bald, ja hoffentlich bald werde ich die neuen Stücke in den Händen haben.

Hier schon mal ein Bild vom Rohguss der Luxusaquamanile


Und das Beste ist, noch lass ich mir das Ding für geld aus den Rippen quetschen.

Der Juli

Hatte 1182 Besucher
4198 Seitenzugriffe
6476 Spiders
1751 Feeds

Die Besucherzahl hält sich einigermaßen konstant, interessanterweise steigt die Zahl der Feedleser langsam aber kontinuirlich an.

Die am meisten gesuchten Schlagwörter sind Mittelalterblog und Hübschlerin.

Der Top Referrer ist http://snows-fall.spaces.live.com/

Einnahmen im Juli sind gewaltige 7,71 Euro über Google Werbung und 1,78 Euro Provision über Amazon.

Der Trend für August ist sehr stark rückläufig, außer in den Suchmaschinen.

Geschützt: Die Zwillinge sind da

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Was wäre gewesen wenn,

die Politikwissenschaft schon 1346 in voller Blüte gestanden hätte.

Stellen wir uns folgende Scene vor. Wir schreiben den 27.August 1346. In einem Schloss in Frankreich wurde eilig eine Rednerbühne errichtet. Der ganze Saal ist voller Miniaturmaler, Kopisten, Schreibern und reisenden Herolden. Dann betritt Phillip der VI mit seinem Stab die Bühne. Die Minaturmaler erleuchten Fackeln und fangen hektisch an um die beste Position für ein Bild zu kämpfen.

Schon kommt die erste Frage:

Schreiber: “König Phillip wie konnte es zu dieser verheerenden Niederlage kommen ?”

Phillip: ” Zuerst einmal möchte ich allen danken, die uns bei Crecy Ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Und nun zu Ihnen. Von einer wirklichen Niederlage kann keine Rede sein. Natürlich haben wir einige Verluste erlitten, aber in den nächsten Tagen werden mein Stab und ich die Situation ausführlich untersuchen und bewerten.

Schreiber: “Aber die Opposition spricht von einem Sieg ?”

Phillip: “Nun das kann schon sein, aber betrachen Sie einmal woher unsere Verluste kommen ? Wir haben uns in unserer Ausrichtung zu sehr auf unseren italienischen Koalitionspartner verlassen. Und wie Sie sicher wissen haben wir Vereinbarungen getroffen, die unser Partner nicht gehalten hat. Daher kann nicht wirklich von einer Niderlage der französischen Partei gesprochen werden, sondern vielmehr von einer Niederlage unseres Koalitionspartners. Wir haben weiterhin starken Rückhalt in der Bevölkerung

Schreiber: “Also ist die Koalition in sich zerstritten ?”

Phillip: “Diese Interpretation ist sicherlich übertrieben. Unsere kleineren Koalitiospartner aus Luxemburg und Deutschland haben uns auch in diesem schwierigen Kampf die treue gehalten. In sich ist unsere Koalition stark und gefestigt.”

Schreiber: “Aber mit Johan von Luxemburg und Rudolf von Lothringen haben doch zwei wichtige Personen ihre Regierung verlassen ?”

Phillip: “Dies war ihre persönliche Entscheidung und ich möchte hier noch einmal die Gelegenheit nutzen, mich für die langjährige Zusammenarbeit zu bedanken und bedauere natürlich Ihr Ausscheiden aus der Regierung. Aber dies sind rein persönliche Gründe die ich akzeptieren kann und muss.”

Schreiber: “Aber woher kommen die Verluste.”

Phillip: “Ich kann ihnen versichern das dies nicht an unserem Programm lag. Vielmehr hat die englische Partei einen sehr schmutzigen Wahlkampf geführt, auf den wir uns in keiner Weise einlassen wollten. Es ist schlechter politischer Stil, einen Kampf zwischen zwei Parteien in einer Schlammschlacht ausarten zu lassen. Außerdem ist es dem französischen Volk nicht zuzumuten, nach englischer Manier sich auf einem Mob von der Straße zu verlassen. So macht man keine Politik. Unsere Politik ist auf Erolg und langfristen Bestand ausgelegt.”

Schreiber: “Einige Analysten meinen, daß eine Frau an der Spitze der Wahlkampfmannschaft den Sieg möglich machen könnte ? Vielleicht sogar eine Frau die die Sprache der einfachen Bürger spricht ? ”

Phillip: “So viel kann ich Ihnen versichen, Frankreich wird niemals auf eine bürgerliche Frau angewiesen sein, um seine politischen Grundsätze zu verwirklichen. In den nächsten Wahlkämpfen werden Sie sehen, daß unsere Taktik und unser Programm erfolgreich sein wird. In 10 Jahren wird es eine Neuauflage der Debatte geben. Wir werden mit unseren Freunden aus Schottland das Problem auf eine europäische Ebene bringen. Und schon jetzt kann ich Ihnen den Erfolg unsers Programms garantieren.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.”