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Bergmannsfutter oder Opa Ur Klöße

Mal was aus der alten Zeit von Duisburg.

Als kleiner Junge habe ich immer von meinem Urgroßvater gehört. Den ich wohl Opa Ur genannt habe. Aber leider habe ich keine Erinnerung an Ihn. Der Familiensaga zufolge muss er ein auf einer Skala der netten Menschen von 1-100 wohl 101 Punkte erreicht haben. Nun ich will euch nicht meiner Familiengeschichte langweilen, aber jener Uropa war Bergmann und ein großer Freund eines traditionellen Gerichts aus dem Ruhrgebiet.  Den Mehlklößen oder wie ich sie nannte Opa Ur Klöße.

Klöße

Wer es machen möchte geht wie folgt vor.

2 Eier mit Mehl und etwas Wasser oder Milch solange verrühren bis ein klebriger  zäher Teig entsteht.

Teig wegstellen und ordentlich Speck würfeln und eine große Zwiebel in Würfel scheiden. Die Zwiebel in Butter goldbraun anbraten, den Speck dazugeben und gut dunkel schmoren lassen.

Einen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen und mit einem Löffel in Klöße abstechen. Die Klöße sind gut wenn sie oben schwimmen. Dann mit einem Schaumlöffel abnehmen.  Alles zusammen mit der Zwiebel und dem Speck in der Pfanne durchrühren und ganz kurz anbraten.

Das wars schon. Wenn man meint, es liegen nur 12-15 Klößchen auf dem Teller der sei gewarnt. Die haben die Tendenz sich im Magen auf das 20 fache Volumen auszudehnen. Nach einer Portion ist man satt bis übermorgen.

Und da schließt sich wieder der Kreis zur Familiengeschichte.  Der Urgroßvater hat seine 12-14 Stunden im Bergwerk mit Presslufthammer und Spitzhacke Kohle gekloppt. Der hat  auf einer Schicht locker 2 große Henkelmänner  verputzt und war ein recht dünner drahtiger Mann.

Guten Hunger