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Aquamanile

Im Shop zu verkaufen habe ich eine Aquamanile und ich wurde gebeten zwei oder drei Zeilen zur Aquamanile zu schreiben.
Eine Aquamanile ist ein Gefäß zur Waschung der Hände.Logisch bei “manus” Hand udd “Aqua” Wasser. Diese Gefäße kommen wahrscheinlich aus de islamischen Bereich, entweder aus dem Nahen Osten, oder aus den islamisch besetzten Teilen Spaniens. Eine genauer Verbreitungsweg ist nicht bekannt. Erste Aquamanilen in Europa finden sich im 11 Jahrhundert, bei denen es sich, wie bei den islamischen Aquamanilen um Vögelfiguren handelt. Die Aquamanile diente in Europa zuerst liturgischen Zwecken, z.B wenn sich der Priester vor den Sakramneten die Hände Wusch. Zu jeder Aquamanile gehört auch eine Schale um das Wasser aufzufangen, aber meines Wissens gibt es kein Pärchen aus Aquamanile und Schale, daß sich eindeutig einander zuordenen läßt. Ab dem Hochmittelalter gehörten Aquamanilen auch zur ritterichen Tafel und dienten dort dem profanen Zweck, sich vor oder während des Essens die Hände waschen zu können. In der Formgebung dieser Zeit dominieren Löwen und Reiterfiguren. In das späte 13 Jahrhundert fällt auch die Mode, die herrschaftliche Tafel insofern zu kopieren, das Aquamanilen aus Keramik benutzt werden. Die Formen sind hier jedoch einfacher und Tierfiguren dominieren.
Im Spätmittelalter kommen Scenen aus der Mythologie oder allegroische Scenen hinzu, wie kämpfe mit Drachen oder die von mir eingestellte Aquamanile mit der Geschichte von Aristoteles und Phyllis.

Im konkreten Fall besagt die Geschichte, daß Aristoteles seinen Schüler Alexander den Großen vor der Gefährlichkeit der Frauen gewarnt hat. Alexander schenkte daraufhin seiner geliebten Phyllis weniger Aufmerksamkeit und die beleidigte Phyllis setze alles daran, den alternden Aristoteles um den Finger zu wickeln. Sie hatte so großen Erfolg, daß Aristoteles es zuließ, das sie ihm Zaumzeug anlegte und sich von Ihm wie ein Pferd druch die Gegend tragen ließ. Alexander beobachtete dieses unwürdige Schauspiel und war sich sofort bewußt, das sein Lehrer mit der Warnung recht hatte. Wie schön das alte Weisheiten auch heute noch gültig sind. Die Aquamanile spielt also auf diese legende an und warnt, wohl eher auf humorvolle Weise auf die Gefahr hin, die einem Mann von Frauen droht.
Das Original dieser Aquamanile ist im MET in Nex York zu sehen. Ihre Entstehungzeit liegt irgendwo zwischen 1360-1400 und wurde in den südlichen Niederlassen gegossen.

Wie die meisten Aquamanilen ist auch diese aus Bronze.
Objekte aus Silber oder gar Gold sind extrem seltene Einzelstücke.

Gegossen wird eine Aquamanile in der Technik des verlorenen Modells. Zuerst wird ein Wachsmodell des Objektes erstellt und mit Einguss Und Lüftungslöchern versehen. Um dieses Wachsmodell kommt die eigentlich Gussform. Das Wachs wird als förmlich ausgeschmolzen. Nach dem Guss sind beide formen zerstört, so daß jedes Teil ein Unikat ist. Nach dem Guss müssen die Giesreste und Schlacke entfernt werden udn die Bronze muss poliert werde.

Soviel in aller Kürze.

Weitere Informationen und viele Bilder bekommt Ihr in diesen Büchern.

Mittelalter Live

Am 31.07 und 01.08 sowie am 08.08 und 09.08 fand auf Schloss Burg an der Wupper die Veranstaltung “Mittellater live” statt.

Für die die es noch nicht kennen Schloß Burg ist eine, nennen wir es mal ruhig Burg, in Solingen im bergischen Land. Bekannt wohl am ehesten als einer der Stammsitze der Grafen vor Berg. Man denke z.B. an den Aufruhr 1225 in Herne. Allerdings ist von der ehemaligen Burg nicht wirklich viel über. Jetzt ist es eine historisierende Scheußlichkeit, aber gerade wegen der vielen Winkelchen und Türmchen der ideale Ort mit seiner Gothic Freundin Händchen zu halten oder Ritter zu spielen. Legendär schlecht ist auch das Museum.

Zum einen haben die Angestellten den typischen bergischen Charme
(Außer der Toilettenfrau. Die WC´s waren an beiden Wochenende blitzblank und für meinen Kleinen gab es was Süßes und ein Ritterfigürchen. Also die Dame ist eine echte Perle und ich ziehe meinen Hut ). Ein wilder Stilmix aus allen Zeiten fast ohne Beschriftungen. Meine Lieblingsstücke sind das Mytholon Kettenhemd und der falsch restaurierte Bolzen ( die Flights wurden verkehrt herum angebracht ) .
Und was zum Geier hat eine riesige Modeleisenbahn in einer Burg zu suchen ? Na egal, Sie werden es wissen. Was man auf jeden Fall mal gemacht haben sollte, ist in den Gaststätten rund um die Burg mal Bergische Waffeln oder Kaffeetafel zu probieren. Natürlich sind die Hälfte der Dinger schlichte Touristenfallen, aber die anderen haben gute Küche zu moderaten Preisen und gute Aussicht gibt es gratis.

Kommen wir aber nun zum Mittelalter Live. Ich war an beiden Wochenende da und hab mir das Treiben so angesehen und siehe da, es ist genau das passiert was ich erwartet habe. Das Line Up der Gruppen war gut und obwohl sicherlich das eine oder moderne Stück oder nicht so dolle Teile der Ausrüstung zu sehen waren, war es für eine Veranstatung dieser Art doch ordentlich was eingeladen wurde und gekommen ist. Und was hat man draus gemacht ? Nix !

An beiden Wochenenden war es nicht wirklich gut besucht, was wohl auch daran lag, das die Veranstaltung rudimentär mit Plakaten in der näheren Umgebung beworben wurde. Es gab keine Tafeln zu diversen Vorführungen nix. Die beiden Wochenden sollten unterschiedlichen Zeiten gewidmet sein. Nur gab es bis auf ein laminiertes DIN A4 Blatt keine Informationen für den Besucher, wer zu welcher Zeit passt, was wann und warum geschieht. Für den Besucher ohne Vorbildung, war das ganze nichts weiter als ein eher langweiliger und kleiner Mittelaltermarkt. Woran lag es ? An eben jenen Umstand, daß es wohl kleinere Probleme in der Organisation gab. Logischerweise vermischten sich die Akteure untereinander, was nicht unbedingt den Eindruck unterschiedlicher Zeiten förderte, der Kochplatz war gut besucht und rummelig, was logisch ist , wenn man für 30-40 Leute kochen will, aber auch hier war nix was dem Publikum präsentiert wurde. Im Gegenteil, die Damen an dem Gewürztischchen waren eher maulfaul. Treiben und Handwerk überall, auch freundliche Erklärungen an interessierte Besucher. Aber ein Konzept ist es nicht, 10 oder 15 Leute köcheln zu lassen und vereinzelte Erklärbären aufzustellen.

Was war es also ? Im Grunde wirkte es für mich wie ein sehr nettes Handarbeitstreffen und “Meet my friends” der Spätmittelalterscene. Ich hab mich auch gefreut den einen oder anderen mal wieder zu sehen und ein paar warme Worte zu verlieren, aber als normaler Besucher, oder weiter gereister Teilnehmer hätte kein gutes Fazit getroffen.

Abre nun ja, das gibt mir die Gelegenheit mal in einem späteren Artikel darüber nachzudenken, wer das organisieren muss oder sollte. Der Veranstalter, oder die Gruppen ?

Rhesus Faktor “A”

Tag Gemeinde !

Vor ein paar Minuten habe ich mich mal wieder in die einzige Existenzberechtigung des größten deutschen Mittelalterforums eingeloggt und habe erfahren, daß es ein neues Magazin zum Thema Reenactment geben soll. Eine Schnupperausgabe steht zum Download bereit und Zack Zack bin ich darüber hergefallen wie die Engländer über Calais.

Wer es auch lesen möchte findet es hier:

A-Faktor

Was kann ich groß dazu sagen, noch nicht viel den mit 29 Seiten und sehr wenig Inhalt im Vergleich zu Bild/Text kann man noch keine wirkliche Aussage treffen. Die Auswahl ist allerdings gut.  Die Artikel haben Hand und Fuß und die ausgewählten Gruppen sind, sofern mir bekannt, wirklich gut und einer Vorstellung Wert.

Es stellt sich allerdings nur die Frage, ob es ein Fluch oder ein Segen sein wird, die gesamte Reenactmentscene bis 1918 zu berücksichtigen. Mich z.B interessiert die Herstellung von Schucreme der 467 Preussischen berittenen Gebirgsmarine mal so gar nicht.

Die “Scene” bietet viele Möglichkieten und Eitelkeit ist definitiv ein Kaufgrund, aber die Frage ist, ob sich ein Magazin für die Scene, hauptsächich mit der Scene selbst beschäftigen sollte.  Evocatio, Gerichheim, der Plattner sind innerhalb der “Scene” hinreichend bekannt und nicht wirklich ein Thema was mich an den Kiosk bringen würde.

Sehr löblich ist allerdings das Layout und die Gestaltung und Anordnung der Bilder. Mal endlich weg von diesem überladenen Kirmesstil der Mitbewerber. Da gibt es nur noch wenig zu verbessern.

Ich hoffe das es den beiden Betreibern gelingen wird, nicht nur Themen für sich zu finden, sondern auch eine treue Zielgruppe.

Ich wünsche von Herzen alles Gute, nur dir große Weise Schildkröte ist da nicht so optimitisch.

News of the world

Soderle,

nachdem ich mal wieder eine kleine Schreibblockade habe bin ich mal wieder auf der Suche nach Themen.

Also was liegt da näher als mal in die Statistiken zu schauen um zu sehen, was die Leser wünschen. Für eine besondere Zielgruppe einmal vorab. Ich werde in keinem Fall etwas über Klobürstenfisting schreiben. Auch wenn ihr es noch so sucht. Ihr habt es geschafft ! Ich werde meine neuen Klobürsten demnächst im Internet bestellen, denn ich höre die Verkäufer schon hinter meinem Rücken kichern, wenn ich mit einer Klobürste aus dem Laden gehe. Der Begriff wurde bei mir so oft gesucht, daß ich da wohl einen Trend nicht erkannt habe. Wahrscheinlich stehe ich mit der Klobürste an der Kasse bei Hornbach und die alte Dame mit den Geranien hinter mir ruft : "Sie altes Ferkel". Nee nee nich mit Turtle.

Also schreibe ich demnächst was über das Thema was wirklich am häufigsten gesucht wird. Die Hübschlerin.

Ich habe von dem Thema keine Ahnung, aber die Werbung hat im Monat Juni doch tatsächlich 18,89 eingebracht. Gut die Klickrate ist imme noch unterirdisch aber so ist das halt im Netz. Alle wollen es umsonst ;-)

Diese Unsumme hab ich mal in Bücher zum Thema investiert.

Also demnächst gibt es einen schönen langen Fachartikel dazu. Ob ich den allerdings sofort der Öffentlichkeit anheimstelle muss ich mir noch überlegen. Dazu hab ich eine kannibalisch gute Idee, aber ich bin ja nicht umsonst der Großmeister der geheimen Authentikerloge.

Turtle

Warum eigentlich bloggen ?

irgendwie stelle ich mir die Frage warum blogge ich eigentlich ?  Gute Frage oder ?

Ich auf die Idee gekommen, daß das Internet eine wunderbare Methode ist, Gedanken oder sonstigen Unsinn, relativ schnell und günstig an die Leserschaft zu bringen. Beim Thema Mittelalterblog dachte ich mir, daß es  ja in Deutschland eine unglaublich große Anzahl von Mittelalterbegeisterten gibt, die sich wahrscheinlich mit den selben Dingen beschäftigen wie ich.  Und ein Blog ist Plattform unabhängig, leicht zu machen und vom Autor selbst zu verwalten und zu kommentieren.

Soweit die Theorie. Aber praktisch sieht es ganz anders aus.   Leider weiß ich als Autor überhaupt nicht, wie meine Artikel angenommen werden. Was die Gedanken der Leser sind, was sie selbst zu sagen haben. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, daß aus dem Feedback der Leser das Potential entsteht, sich mit weitern Dingen auseinanderzusetzten.

Ein Buchautor kann es an seinen Verkaufszahlen sehen und an den Kritiken ob das, was er produziert hat beim Publikum ankommt oder nicht. Bei einem Blog ist es schwierig.  Ich habe in der letzten Zeit viele Seiten von Bloggern besucht und erstaunlicherweise halten sich die Kommentare bei fast allen Blogs in Grenzen. Es mag zum Teil daran liegen, daß die Autoren alle x Monate mal was von sich geben, aber selbst Blogs mit einer guten Schreibe und fast täglichen Artikeln haben wenig Komentare. Ich weiß aber auch von anderen Fällen, daß Blogs enorme Klickraten haben, die auch nur alle 2-3 Wochen einen neuen Artikel haben. Ich frage mich so langsam woran mag es liegen, daß ich so wenig Leser aus der Scene erreiche. Ist der Blog noch nicht angekommen, oder ist der Homo medievalis einfach zusehr auf die vielen Foren fixiert ?

Liegt es am Inhalt des Blogs ? Ist das was ich schreibe einfach nicht interessant genug ? Mache ich die falsche Werbung ? Nutze ich die falschen Tags oder ist das Thema zu speziell ?

In der Hitliste der Tags führt immer noch unangefochten Fräulein C atterfeld und Ihre entblößten sekundären Geschlechtsmerkmale und der sonstige Schweinkram führt auch noch vor den wirklich mittelalterlichen Dingen. Sicher darüber könnte ich auch eine Menge Dinge sagen, aber wenn ich da die Wahrheit schreibe komme ich wahrscheinlich in echte Schwierigkeiten.

Aber dann muss ich mir die Frage stellen, warum möchte ich eigentlich das mich mehr Leute lesen. Anerkennung bestimmt, kannibalische Boshaftigkeit auch. Aber diese beiden Dinge trägt ja jeder "Mittelaltermensch" in sich.

Ist es das aber wert, dafür Klinkenputzen zu gehen ?  Hunderte E-Mails zu schreiben ob man sich verlinken möchte.   Ich glaub eher Nein.

Vielleicht adoptiert mich ja ein Forum für eine eigene Kolumne.  Dann kann ich die Burg hier zumachen.  Vielleicht hat aber auch jemand eine Idee, was ich falsch mache. Technisch oder Inhaltlich.

Ich muss mal wirklich in mich gehen, ob ich den Blog nicht komplett überarbeite.  Dann gibt es nur noch 3 Kategorien. Wie Mittelalter, Gemisches und Turtles geheimes Tagebuch.

 

Bis denn

Turtle

Hey Jo, spann den den Wagen an, oder TSDMSS

Und hier der letzte Hinweis wie eine  Mittelalterband zu gründen ist.

Du hast meine ersten beiden Artikel gelesen und du magst weder Tattos, noch hast jemals Sex mit einer Eberesche gehabt ?  Tja, was bleibt dann für Dich übrig ? Auf jeden Fall die komische Schiene. Wenn Du Erfolg haben möchtest brauchst Du auf jeden Fall eines. Einen Partner !  Daher ergibt sich auch schon der Name. Originell und komisch sollte er klingen. Fettfurz und Frettchen. Stinkstiefel und Gaukelgünter oder Protz und Pille.

Das ist ja an und  für sich schon urkomisch. Damit die Leute auch sehen, daß Ihr so wirklich richtig witzig seit müßt Ihr das mit euren Kostümen unterstreichen. Schaut einfach in einem 2nd Hand Laden vorbei. Alles das, was Althippies und 80er Poppern zu peinlich ist um weiter getragen zu werden, ist genau euer Ding. Meist kann man es einfach so verwenden aber zur Not lassen sich daraus einfach Kostüme zusammenschneidern.  Patchwork ist per se witzig. Allerdings auf ein paar Sachen könnt ihr einfach nicht verzichten. Eine Narrenkappe mit Mindestens 3 Zipfeln. Pro Person ca. 4 Pfund Glöckchen und auf jeden Fall sehr sehr lange Schuhe.  Dann weiß jeder Bescheid und das Publikum ist ob eures Anblicks schon in guter Stimmung.

Musikinstrumente sind eigentlich egal, ihr macht das meiste mit der Stimme oder der Show aber dazu später mehr.

Als Plattencover eignen sich einfach eure Visagen, oder ein König auf dem Klo oder einer von euch im Pranger. Das sind Klassiker die jeder eurer Fans zu schätzen weiß.

Texte sollten auf jeden Fall ungefähr so aufgebaut sein:

Auch unter dem eisernen Lendschurz, läßt der Ritter einen Furz.

Auch in  eiserner Hose hängt manches ziemlich lose .

oder

Ein Ritter und sein Fräulein, die ritten durch die Heide.

Leiblich waren Felder und manche grüne Weide,

Und wie Sie da so ritten, griff er Ihr an die Titten.

Aber jetzt das allerwichtigste für euch. Die Show. Ok singen könnt ihr nicht wirklich, Instrumente spielen auch nicht.Aber macht nix, Ihr könnt ja auch schlecht jonglieren, Feuerspucken, mit dem Diabolo spielen und schauspielern. Na also. Kleinvieh macht auch Mist und viele Pfennige geben einen Taler. Schabumm. So ist eure Show perfekt. Und natürlich Witze, Witze und nochmal Witze. Damit es authemtisch wirkt solltet Ihr alte Witze nehmen. Also so richtig alte. Nehmt am besten die, die selbst für Fips Asmussen zu alt und flach waren. Das gibt mittelalterliches Flair.

So und nachdem ihr jetzt alles wisst wie es geht warte ich auf die ersten Bewerbungen für TSDMSS.

Wer ich Dich finden, wohl unter Linden oder TSDMSS

Nach der Überschrift wisst Ihr sicherlich schon worum es geht. Es ist aus dem Mittelalter nicht wegzudenken, und gehört zu jedem guten Markt, wie Dosenbier und Bauchtanz.

Die Mittelalterband oder Turtle sucht den Mittelalter Superstar

Nun werden bestimmt nicht alle wissen wie man so eine Band aufbaut. Ist gar nicht so schwer.

Zuerst einmal die authentische Variante:

Altes In Extremo Video besorgen und nachmachen. ( Videos hatte man vor der DVD und Youtube )
Ist also nicht schwierig aber unspannend. Daher machen wir es kreativ und gründen eine neue Band.

Das wichtigste an einer Band ist der Name ! Hier ist unbedingt zu beachten daß es bei den Bands 3 Stilrichtungen gibt.

1. Romantisch

Also zuerst der Name.
Elfensang, Blumenscheyn, Trauerrose, Minneglück oder Galhardil. Das sind Namen die gut zum Stil passen und dem Publikum gefallen. Ganz wichtig ist es, eine Sängerin zu haben. Die sollte entweder richtig gut singen können, oder sehr hübsch sein. Bitte keine Kombination aus beiden, daß überfordert das Publikum.

Als Musikinstrumente gehen Lyra, Harfe, Blockflöte, Laier, Nyckelharpa, Blockflöte und Blockflöte

Das Outfit sollte der Musik angemessen sein, also was schönes geschnürtes mit Höllenfenstern von Cabrone für die Damen und schwarze Hohe Stiefel und Rüschenhemden für die Herren. Achtet auf die Acceessoires. Schapeln, Ringe, Armbänder Ketten, Diademe alles muss vorhanden sein udn zwar reuichlich. Eventuell geht auch ein geflochtener Blumenkranz. Das Publikum mag Kleinigkeiten ! Entweder Barfuß bei den Damen oder was aus der Schneewittchen Kollektion von Cabrone.

Als Plattencover geht alles mit Elfen, Einhörnern, edlen Recken oder holden Jungfrauen.

Texte sollten ungefähr so konstruiert sein:

"Wollte dies fein Blümlein pflücken, mußte mich gar tief nun bücken, fühlte just in meinem Schoße ein gar ritterlichen Stoße."

oder

"Rot Ihr Haar Ihr Antlitz lieblich, lebt mit der Natur so friedlich.
Hexe hat man sie genannt, Pfaffen Ihren Leib verbrannt."

Und wichtig ist noch ein guter Künstlername: Wusel die Waldfee, Schimmerschein, oder Lady de Winter.

Worauf Ihr auf jeden Fall achten solltet ist, daß der Männeranteil der Band klein ist, und wenn Männer in der Band sind, stehen die Kerle hinten. Das Publikum will entweder dem Gesang der Dame lauschen, oder sich Ihre dicken… Ohrringe ansehen. Und obwohl es verlockend ist, macht es nicht zu traurig oder finster. Ein bisschen was davon ist ja gut, aber wollt Ihr wirklich das auf einmal diese Gruftis eure Platten kaufen und zu euren Marktkonzerten gehen. Denkt daran, der Geruch nach Patschuli und die ständigen Suizidversuche, das dauerende Weinen vergrault das Mittelalterpublikum, und von dem ganzen Gejaule über die Schlechtigkeit der Welt hört man das Klappern der Kettenhemden ja nicht mehr. Und Stimmung ist ja schließlich die halbe Miete bei einem Livekonzert.

So wenn Ihr wollt und Romantik nicht eure Musikrichtung ist, dann schreibe ich noch was über die "Lustige" und "Brachiale" Variante der Mittelaltermusik.

Ihr könnt ja einen Kommentar verfassen wenn ihr mehr lesen wollt.

Artikel zu verkaufen

Gestern hatte ich 1000 Besucher auf der Seite. Boah !

Und bei einem Kollegen, der ( auch ) einen sehr erfolgreichen Blog hat, fliegen die Werbeartikel Schubkarrenweise ins Haus, Leute fragen Ihn ob er nicht, gegen entsprechendes Entgeld, einen Artikel schreiben kann.

Ist ne prima Idee ich werde das jetzt auch machen.

- Loblied auf einen kommerziellen Anbieter oder Artikel 20, – Euro
- Loblied auf eine Gruppen Homepage 15 Euro ,-
- Loblied auf ein Thema der Wahl 10, – Euro ,-
- Loblied auf eine veranstaltung 10-50 Euro,-

Meine ehrliche Meinung kostet eine Tafel Schokolade Rittersport Alpenrahm :-) Udn zwar im voraus zu entrichten.

Eventuell, aber nur ganz eventuell bin ich bereit auch über ein Thema eurer Wahl zu schreiben. ( Umsonst ) Sollte natürlich im entfernsten was mit Reeanctment zu tun haben.

Natürlich dürft ihr mir auch so was schicken, da bin ich nicht kleinlich und wenn Ihr mir nix schicken wollt , was mache ich falsch :-)

Wieso? Weshalb ? Worum ? Wer nicht fragt bleibt dumm.

Liebe Gemeinde,

seit ein paar Tagen gibt es ja schöne neue Videos von Gromis in freier Wildbahn.
z.B hier

Und da ist die Frage. Witzig ? Peinlich ? Traurig ?

Wie immer bei solchen Sachen erhitzen sich die Gemüter, aber mal ehrlich. Ist das so was furchtbar Neues ? Jeder von uns der mal auf einen Mittelmarkt gegangen ist kennt hunderte solcher Beispiele. Nur in den Zeiten von Youtube, Twitter und xhamster bekommt die ganze Gemeinde halt den Krempel taufrisch auf den Monitor.

Zum schmunzeln schon aber ein Aufreger ? Nö ich denke nicht. Da sind halt ein paar Menschen die mit einer markttauglichen Vorstellung von Mittelalter Ihr Hobby ausleben oder ein paar Klamotten verkaufen. Jop dem ist so und wie hier wahrscheinlich 97% Prozent der Leser sagen werden, daß ist nicht mein Hobby.

Dann dreht meist die Diskussion meist um den sogenannten Bildungsauftrag und die Kultur. Jeder der schon mal in einen Forum oder einer Diskussion gesagt hat “Ich bin doch nicht der Erklärbär” oder ” ich mach das für mich und keinen anderen” ist schon mal raus aus der Nummer. Was ist mit den Erklärbären ? Haben die einen Grund sich aufzuregen ? Ja sicher, aber nicht mehr oder weinger als über das Wetter. Gelassenheit ist angesagt. In diesen ganzen Diskussionen wird immer davon ausgegangen, daß auf einem Mittelaltermarkt tausende von wissensdurstigen und hochintelligenten Besuchern auf die Gromis einstürmen und mit den Antworten dieser Gesellen leben müssen. Mit jeder Antwort sinkt das Kultur und Buildungsniveau der Bundesrepuplik um 1-2 Prozentpunkte. Nee Leute das ist quatsch. Der durschschnittliche Besucher eines solchen Marktes kommt mit einem Geschichts und Mittelalterbild auf eine Veranstaltung, das so fest ist wie die Mauern von Krak de Chevalier. Und zwar nicht geprägt durch das Marktmittelalter, sondern durch so Sachen wie Braveheart und Galileo Mysteria: “Ritter gegen Aliens von Omicron Alpha 3″

Was natürlich bei der ganzen Diskussion immer mitschwingt, ist das Interesse der Menschen an Bildung und Geschichte. Ok, jetzt kommen wir zu dem Punkt der wirklich traurig ist.
Da sieht es wirklich schlimm aus, aber wie soll es auch besser werden, in Zeiten von Dschungelcamp, GZSZ und was weiß ich. Da ist Bauer sucht Frau ja schon ein echtes Highlight des Bildungsfernsehns, da weiß die Generation SMS wenigstens, daß eine Kuh nicht Lila ist. Und da sind Mittelaltermärkte nun ja wirklich das kleinste Übel. Aber was soll auch dabei rauskommen, wenn das Mittelalter in einer gymnasialen Oberstufe genau 4 Minuten des Lehrplans ausmacht. Oder Museen aus Geldnot Mennschen als Führer einstellen, die dem Erwerb der deutschen Sprache noch freudig entgegensehen, oder die “Repliken” ausstellen, die selbst auf einem Mittelaltermarkt schon schlimm aufgefallen wären.

Das sind die wirklichen Aufreger, nicht diese Gestalten in den Youtube Videos.

Kiepe zu verkaufen

Hallo ,

verkaufe eine meiner Kiepen. Die Kiepe habe ich aus einer Hofauflösung. Sie ist etwas angestaubt aber sonst absolut gut in Schuss. Die Riemen müßten Natürlich erneuert werden. Das Stück würde von mir noch nie benutzt.

Material ist Weide und hat hölzerne Seitenstreben

Preis ist 30 Euro  plus 8 Euro Versand